Büro Für Angewandte Poesie


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Von der Gleichgültigkeit
Sich um jemanden kmmern, ohne sich mit ihm zu identifizieren sei die Grundlage der Kooperation in der komplexen modernen Gesellschaft. Das meint der US-amerikanische Soziologe Richard Sennett im Interview.
Keine Sprechverbote!
Darf man/frau Fotze sagen?, fragt Katrin Rnicke im Freitag-Blog. Und beantwortet ihre Frage: Dass Sprache fr viele Menschen Traumata transportiert und manche Worte wie Trigger funktionieren knnen, ist noch lange kein Grund, sie zu verbieten. Ganz im Gegenteil: Gerade Worte, die reiben, drcken und schmerzen, mssen in der Sprache bleiben, weil sie aufregen und das Potenzial haben, Aufruhr auszulsen. Poesieprdikat: lesenswert! (brigens auch die Diskussion dazu)
Für dich immer noch Sie!
Einen Trend zum Du im Bro macht spiegel online aus. Mir wird mit zunehmendem Alter das nivellierende Du immer unangenehmer. Und in vielen meiner Seminare bin ich als Semiarleiterin eine Respektsperson und immer noch Frau Engelmann.
Europäischer Gerichtshof stärkt Pressefreiheit
Der Europische Gerichtshof fr Menschenrechte (EGMR) hat gestern in zwei Urteilen die Pressefreiheit gestrkt, berichtet der Blog Medienfilter. Eines betraf Caroline von Monaco, das andere ein Foto von einem koksenden Schauspieler, das die Bild-Zeitung verffentlicht hatte. Beides seien Personen der Zeitgeschichte, mit den Verffentlichungen wrde ihre Privatsphre nicht verletzt, befand das Gericht. Deutschland muss nun seine Rechtssprechung dem Urteil anpassen.
Der Text des Urteils ist zu finden auf der Seite des EGMR.
Verlinkung erlaubt
In einem aktuellen Urteil besttigte das Bundesverfassungsgericht, dass Links in Internet-Beitrgen zur journalistischen Praxis gehren. Geklagt hatte ein Musikproduzent gegen Heise c't. Der Verlag hatte ber einen Software-Produzenten berichtet, dessen Software Kopierschutz aufhebt. Ein Link fhrte  zu dem Produzenten.
Bericht auf heise.de
Bericht in der taz
Gutmenschen und Dönermorde
"Dnermorde" heit das Unwort des Jahres 2011. Das gab am 17. Januar die Sprachwissenschaftlerin Nina Janich bekannt. Mit der sachlich unangemessenen, folkloristisch-stereotypen Etikettierung einer rechts-terroristischen Mordserie wrden ganze Bevlkerungsgruppen ausgegrenzt und die Opfer diskriminiert, indem sie aufgrund ihrer Herkunft auf ein Imbissgericht reduziert wrden, so die Jury. brigens: Ganz oben auf der Liste stand auch der "Gutmensch" (und hier auch).  Ach brigens: mein aktuelles Lieblingswort heit "Wachstumsdelle".
Unwort 2011

Alles Nazis außer Mutti
Plattenbau, tiefster Osten, abgehngte Jugendliche, die gewaltttig sind und skrupellos - typisch Osten eben, knnte man die Pressemeldungen ber das Jenaer Neonazi-Trio interpretieren. Solche Vorurteile haben mit der Realtitt nichts zu tun, meint Gnter Platzdasch in der FAZ

Klopapier für die Unterschicht
"For you vor Ort" - lautet der aktuelle Werbeslogan der Drogeriekette Schlecker. Eigentlich witzig, meint das Poesiebro. Uneigentlich auf Unterschichten zielend, meint der zustndige Werbechef, berichtet Spiegel-online. Das Poesiebro fragt: Ist Denglisch diskriminierend? Und wo kaufen Akademiker ihr Klopapier?

 

Orthografie? Mangelhaft!
Unsere Kinder haben zunehmend Schwierigkeiten mit der deutschen Rechtschreibung. Kein Wunder, schlielich haben auch manche Lehrer nicht viel Ahnung von Orthografie, meint Spiegel Online.
Das Fräulein vom Amt ...
... gibt es bei uns schon lange nicht mehr. "Frolleins" waren alleinstehend und mussten sich oft ihren Lebensunterhalt selbst verdienen - zum Beispiel als Telefonvermittlerin. In Frankreich wollen Feministinnen jetzt das Wort "Mademoiselle" abschaffen.
Adieu Mademoiselle
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