Büro Für Angewandte Poesie


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Gutmenschen und Dönermorde
"Dönermorde" heißt das Unwort des Jahres 2011. Das gab am 17. Januar die Sprachwissenschaftlerin Nina Janich bekannt. Mit der sachlich unangemessenen, folkloristisch-stereotypen Etikettierung einer rechts-terroristischen Mordserie würden ganze Bevölkerungsgruppen ausgegrenzt und die Opfer diskriminiert, indem sie aufgrund ihrer Herkunft auf ein Imbissgericht reduziert würden, so die Jury. Übrigens: Ganz oben auf der Liste stand auch der "Gutmensch" (und hier auch).  Ach übrigens: mein aktuelles Lieblingswort heißt "Wachstumsdelle".
Unwort 2011

Alles Nazis außer Mutti
Plattenbau, tiefster Osten, abgehängte Jugendliche, die gewalttätig sind und skrupellos - typisch Osten eben, könnte man die Pressemeldungen über das Jenaer Neonazi-Trio interpretieren. Solche Vorurteile haben mit der Realtität nichts zu tun, meint Günter Platzdasch in der FAZ

Klopapier für die Unterschicht
"For you vor Ort" - lautet der aktuelle Werbeslogan der Drogeriekette Schlecker. Eigentlich witzig, meint das Poesiebüro. Uneigentlich auf Unterschichten zielend, meint der zuständige Werbechef, berichtet Spiegel-online. Das Poesiebüro fragt: Ist Denglisch diskriminierend? Und wo kaufen Akademiker ihr Klopapier?

 

Orthografie? Mangelhaft!
Unsere Kinder haben zunehmend Schwierigkeiten mit der deutschen Rechtschreibung. Kein Wunder, schließlich haben auch manche Lehrer nicht viel Ahnung von Orthografie, meint Spiegel Online.
Das Fräulein vom Amt ...
... gibt es bei uns schon lange nicht mehr. "Frolleins" waren alleinstehend und mussten sich oft ihren Lebensunterhalt selbst verdienen - zum Beispiel als Telefonvermittlerin. In Frankreich wollen Feministinnen jetzt das Wort "Mademoiselle" abschaffen.
Adieu Mademoiselle
Inflation der Dyslexie
Mit der Inflationierung der Legasthenie wird vor allem ein gesellschaftlich-soziales Problem entschärft, meint Magnus Klaue im Freitag. Den Betroffenen wird damit wenig geholfen.
Thüringer Allgemeine: Presserat gibt Ramelow recht
In Sachen ehrverletzender Leserbrief gegen den Fraktionsvorsitzenden der Thüringer Linkspartei, Bodo Ramelow, hat jetzt der Deutsche Presserat die Thüringer Allgemeine gerügt:
Deutscher Presserat
Pofalla und Friedefreudeeierkuchen
Nach seinem öffentlichen Wutausbruch gegen seinen Parteikollegen Wolfgang Bosbach entschuldigte sich Ronald Pofalla (CDU) zunächst per SMS und dann in der BILD-Zeitung. Eine gute Streitkultur sieht anders aus, findet das Poesiebüro. Doch weil der Beschimpfte den Beschimpfer sanft entschuldet hat, ist alles wieder Friedefreudeeierkuchen.

Wirklich? Schließlich richtete sich Pofallas Wutausbruch auch gegen das Grundgesetz.
Rauchsignale aus der Gerüchteküche
Gerüche? Gerüchte? Gerüchteküche? Klaus Merten erforscht die Herkunft und Verbreitung von Gerüchten.
Gerüchteforscher
Worte sind wertvoll
Diesen schönen Titel trägt ein Blog, den Augsburger Journalisten eingerichtet haben und der gegen die "Entwertung des Berufsstandes"  vorgehen will.
Worte sind wertvoll

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