Büro Für Angewandte Poesie


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Für dich immer noch Sie!
Einen Trend zum Du im Büro macht spiegel online aus. Mir wird mit zunehmendem Alter das nivellierende Du immer unangenehmer. Und in vielen meiner Seminare bin ich als Semiarleiterin eine Respektsperson und immer noch Frau Engelmann.
Europäischer Gerichtshof stärkt Pressefreiheit
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat gestern in zwei Urteilen die Pressefreiheit gestärkt, berichtet der Blog Medienfilter. Eines betraf Caroline von Monaco, das andere ein Foto von einem koksenden Schauspieler, das die Bild-Zeitung veröffentlicht hatte. Beides seien Personen der Zeitgeschichte, mit den Veröffentlichungen würde ihre Privatsphäre nicht verletzt, befand das Gericht. Deutschland muss nun seine Rechtssprechung dem Urteil anpassen.
Der Text des Urteils ist zu finden auf der Seite des EGMR.
Verlinkung erlaubt
In einem aktuellen Urteil bestätigte das Bundesverfassungsgericht, dass Links in Internet-Beiträgen zur journalistischen Praxis gehören. Geklagt hatte ein Musikproduzent gegen Heise c't. Der Verlag hatte über einen Software-Produzenten berichtet, dessen Software Kopierschutz aufhebt. Ein Link führte  zu dem Produzenten.
Bericht auf heise.de
Bericht in der taz
Gutmenschen und Dönermorde
"Dönermorde" heißt das Unwort des Jahres 2011. Das gab am 17. Januar die Sprachwissenschaftlerin Nina Janich bekannt. Mit der sachlich unangemessenen, folkloristisch-stereotypen Etikettierung einer rechts-terroristischen Mordserie würden ganze Bevölkerungsgruppen ausgegrenzt und die Opfer diskriminiert, indem sie aufgrund ihrer Herkunft auf ein Imbissgericht reduziert würden, so die Jury. Übrigens: Ganz oben auf der Liste stand auch der "Gutmensch" (und hier auch).  Ach übrigens: mein aktuelles Lieblingswort heißt "Wachstumsdelle".
Unwort 2011

Alles Nazis außer Mutti
Plattenbau, tiefster Osten, abgehängte Jugendliche, die gewalttätig sind und skrupellos - typisch Osten eben, könnte man die Pressemeldungen über das Jenaer Neonazi-Trio interpretieren. Solche Vorurteile haben mit der Realtität nichts zu tun, meint Günter Platzdasch in der FAZ

Klopapier für die Unterschicht
"For you vor Ort" - lautet der aktuelle Werbeslogan der Drogeriekette Schlecker. Eigentlich witzig, meint das Poesiebüro. Uneigentlich auf Unterschichten zielend, meint der zuständige Werbechef, berichtet Spiegel-online. Das Poesiebüro fragt: Ist Denglisch diskriminierend? Und wo kaufen Akademiker ihr Klopapier?

 

Orthografie? Mangelhaft!
Unsere Kinder haben zunehmend Schwierigkeiten mit der deutschen Rechtschreibung. Kein Wunder, schließlich haben auch manche Lehrer nicht viel Ahnung von Orthografie, meint Spiegel Online.
Das Fräulein vom Amt ...
... gibt es bei uns schon lange nicht mehr. "Frolleins" waren alleinstehend und mussten sich oft ihren Lebensunterhalt selbst verdienen - zum Beispiel als Telefonvermittlerin. In Frankreich wollen Feministinnen jetzt das Wort "Mademoiselle" abschaffen.
Adieu Mademoiselle
Inflation der Dyslexie
Mit der Inflationierung der Legasthenie wird vor allem ein gesellschaftlich-soziales Problem entschärft, meint Magnus Klaue im Freitag. Den Betroffenen wird damit wenig geholfen.
Thüringer Allgemeine: Presserat gibt Ramelow recht
In Sachen ehrverletzender Leserbrief gegen den Fraktionsvorsitzenden der Thüringer Linkspartei, Bodo Ramelow, hat jetzt der Deutsche Presserat die Thüringer Allgemeine gerügt:
Deutscher Presserat
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