Büro Für Angewandte Poesie


Kreatives Schreiben und Textwerkstatt

Kreatives Schreiben
Schreiben, schreiben, schreiben: Beim kreativen Schreiben ist der Prozess wichtig, nicht das Ergebnis. Das ist der Unterschied zur Textwerkstatt. In mehreren Stufen stimme ich auf die Aufgabe oder das Thema ein. Dabei können Techniken und Methoden wie Clustern oder Freewriting den Einstieg erleichtern. In kurzer Zeit entstehen Prosa- oder lyrische Formen, die natürlich weiter bearbeitet werden können oder müssen.

Mein Markenzeichen ist das Spielerische. Spiele machen locker im Kopf und bereiten darauf vor, Neues zu ergründen. Da kann es auch mal laut werden, weil wir aus dem Lachen nicht mehr herauskommen.

Wichtig ist der geschützte Rahmen, der einen achtsamen Umgang miteinander garantiert. Wichtig auch das Prinzip der Freiwilligkeit. Alle können. Keiner muss.

Zum Kurs gehört der Austausch übers Schreiben, über Erfahrungen, Meinungen und Schreibblockaden. Auch Handwerkliches wird immer wieder thematisiert: Was ist guter Stil? Wie mache ich das mit der Erzählzeit, der Perspektive, der Struktur?


Textwerkstatt:

Natürlich arbeiten wir auch an den Ergebnissen, den Geschichten und Gedichten. Wer will, kann der Gruppe jederzeit einen Text vortragen. Weil alle selbst schreiben, wissen wir, dass es unglaublich viel Mut erfordert, sein Werk anderen vorzustellen. Unbedacht formulierte Kritik kann wie ein Fallbeil wirken. Deshalb gilt der geschützte Rahmen mit folgenden Grundsätzen:

  • alles ist freiwillig, niemand muss vorlesen oder jede Übung mitmachen,
  • "richtig" oder "falsch" gibt es nicht,
  • jede Kritik basiert auf Wertschätzung und
  • geht von der eigenen Person und Wahrnehmung aus, beginnt also mit: "Bei mir hat der Text Folgendes ausgelöst ... An dieser Stelle habe ich etwas nicht verstanden ... habe ich plötzlich nicht mehr zugehört ..."
  • keine Zuschreibungen wie: "Du schreibst immer so ... Du bist so jung und schreibst so schöne Texte ..."

Literaturtipps

  • Anne Bernays, Pamela Painter: Was wäre, wenn. Alexander Verlag Berlin 2003
  • Stephen King: Das Leben und das Schreiben. Wilhelm Heyne Verlag München 2011
  • Otto Kruse: Kunst und Technik des Erzählens. Verlag Zweitausendeins, Frankfurt a.M. 2001
  • Mario Vargas Llosa: Briefe an einen jungen Schriftsteller. Suhrkamp Verlag, Frankfurt a.M. 2004
  • Alexander Nitzberg: Lyrik-Baukasten.  Wie man ein Gedicht macht.  Dumont Verlag, Köln 2006
  • Hanns-Josef Ortheil/Klaus Siblewski: Wie Romane entstehen. Luchterhand Literaturverlag München 2008
  • Ulrike Scheuermann: Wer schreiben kann, macht Karriere. Linde Verlag, Wien 2009
  • Claus Vainstain: Erfolgreich schreiben. Frankfurter Taschenbuchverlag, Frankfurt a.M. 2007
  • Jutta Weber-Bock: Autobiografisches Schreiben. demand verlag, Waldburg 2006
  • Thomas Wieke: Kreativ schreiben: Gedichte. Falken Verlag Niedernhausen 2001

und natürlich das

Handbuch für Autorinnen und Autoren, aktuell in der 8. Auflage, Uschtrin-Verlag, Inning am Ammersee 2015

 

Zeitschriften:

  • Federwelt. Zeitschrift für Autorinnen und Autoren. ISSN 1439-8362
  • TEXTart. Magazin für kreatives Schreiben. ISSN 1616-0436 (eingestellt)