Den Blick schärfen

Kreatives Schreiben: Man lernt, Kleinigkeiten wahrzunehmen

Am Samstag im Dacheröden: Unsere Runde war klein (Frühling! Corona!), dafür um so intensiver. Wir hatten reichlich Vogelgesang (CD), haben den Hof mit der Lupe und aus der Vogelperspektive ergründet, aus Textknospen Geschichten wachsen lassen. Eine Teilnehmerin sagte schließlich: Am kreativen Schreiben gefalle ihr, dass es den Blick schärfe. Man lerne, Kleinigkeiten zu bemerken. Und sich daran zu freuen, ergänzte eine andere. Das fand ich toll! Und ich habe an mir bemerkt, dass ich genau das auch bei der Vorbereit- und Durchführung genieße.

In einem anderen Kurs höre ich immer wieder: Der neue Blick fasziniere. Die Vielfalt, die sich aus dem Spiel mit Perspektiven und Personen, mit Abständen, mit sprachlich-formalen Puzzleteilen ergibt. Egal, wie eng ich den Rahmen stecke: Jeder Text, der entsteht, ist anders. Immer wieder überrascht mich, was sich zeigt, bei mir, bei den Teilnehmern.

veröffentlicht von Anke Engelmann am 28.03.2022

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