Linguistik vs. Gendern

Offener Brief von Sprachwissenschaftlern, Übersetzern, Philologen u.ä. gegen den Glottisschlag im Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk (ÖRR).

Im Juli 2022 haben bekannte und weniger bekannte Leute, die von Berufs wegen mit Sprache zu tun haben oder sich dazu berufen fühlen, sich gegen das Gendern im ÖRR ausgesprochen. Illustre Namen kommen zusammen, einige kenne ich noch aus meiner Studienzeit: Manfred Bierwisch, Gisela Zifonun und der ewige Querulant Peter Eisenberg. Auch Christoph Dieckmann, den ich sehr schätze, hat unterschrieben. Mich freut, dass die Linguistik endlich aus ihrem Elfenbeinturm kriecht. In meiner Studienzeit in den Neunzigern war das noch verpönt. Damals war Noam Chomsky der einzige Sprachwissenschaftler, der sich öffentlich zu aktuellen politischen Themen äußerte.

Hier ist der Wortlaut des Offenen Briefes.

Ich bin gerade dabei, mir die Genderformen abzutrainieren und stelle an mir fest, dass mir das generische (sogenannte) Maskulinum unangenehm ist. Siehe die Unterzeile: "Offener Brief von Sprachwissenschaftlern, Übersetzern, Philologen u.ä. ..."  Gern hätte ich ein Binnen-I, ein Ausrufezeichen oder die paarige Form eingesetzt. Vielleicht meine Lieblings-Idee: Artikel?

Offener Brief von die Sprachwissenschaftler, Übersetzer, Philologen ...

äh. nö.

veröffentlicht von Anke Engelmann am 18.08.2022

Diese Seite teilen