"Blender" kommt an
Der Blender ist einer, den man nicht zu fassen kriegt. Ein Fälscher, bei dem man nicht weiß, was Original ist oder Kopie. Das weiß auch Anke Engelmann. Deswegen versucht sie es auch gar nicht. Die Schreibende lässt den Beschriebenen von der Leine, schickt ihn hinaus in sein Underdogleben und beobachtet nur noch, wie er Haken schlägt und taumelt und sich wieder berappelt und weitertaumelt. Solche Figuren sind selten geworden in der Literatur, man kann sich an ihnen die Finger verbrennen, und wer will sich heute schon noch die Finger verbrennen. Anke Engelmann hat das Portrait eines begnadeten Losers gemalt und verwickelt die Leserinnen und Leser in ein atemberaubendes und sprachlich außergewöhnliches Katz-und-Maus-Spiel, bei dem einem mehr als einmal das Lachen im Hals stecken bleibt. Große Empfehlung …
(Uwe Rada)
Freigabe: 27.05.2026, 06:52 / Anke Engelmann