Poesieblog
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Der "Blender" ist gelandet
Die ersten Rezensionen sind überaus positiv.
Erste Rezensionen finden sich. Zum Beispiel heute (7. Februar) in der TA, OTZ und TLZ von Michael Helbing. Und eine sehr schöne von Ralf Julke in der Leipziger Zeitung:
»Es ist keine neue Eulenspiegel-Geschichte, mit der die Weimarer Autorin Anke Engelmann versucht, die menschlichen Abgründe eines Lebens in der DDR auszuloten. Denn Hannes ist kein Eulenspiegel. Das Format hat er nicht. Und damit ist er typisch. Typisch für so viele Gestrandete eines verschwundenen Landes, die so gern ein Held gewesen wären. Und doch keiner waren. Und die auch diese Rezension nicht lesen werden. Weil sie an diesem Selbstbild nie kratzen würden. So wie Hannes, der sich ganz am Ende des Romans sein eigenes Leben zurechtschreibt.« (Ralf Julke, LZ 17.2.26)
Aus der Rezension von Tino Dallmann im MDR und auf tagesschau.de (22. Februar):
»Anke Engelmann erzählt das Schicksal von Hannes Bohn weit über das Ende der DDR hinaus. Anhand dieser Figur, die mal Halunke und mal Hallodri ist, gelingt es ihr, nicht nur die Widersprüchlichkeiten und die Unterdrückung in der DDR aufzuzeigen, sondern auch die Umbrüche und Betrügereien in der Nachwendezeit. ›Blender‹ braucht sich vor den anderen Schelmenromanen der jüngeren Zeit – wie denen von Ingo Schulze und Jan Faktor – keinesfalls verstecken.«
Freischaltung: 17.02.2026, 08:51 / Anke Engelmann in Blender
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Das große Quiz zum Blender!
Wer alle Fragen richtig beantwortet, kann ein druckfrisches Exemplar des »Blender« gewinnen, und zwar mit einer persönlichen Widmung der Autorin. Alle Nachrichten bis zum 12. Februar werden berücksichtigt. Die Short-List wird am Freitag, dem 13. Februar, bekannt gegeben, die Gewinnerin/ der Gewinner am 16. Februar. Hinweis: Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Für alle, die kein Glück haben: Ab 16. Februar gibt es den »Blender« in jedem Buchladen. Gekaufte Bücher signiere ich dann gern bei einer Lesung.
Quizfragen
Im August 1975 fanden in Erfurt ausländerfeindliche Ausschreitungen gegen Vertragsarbeiter statt. Drei Tage lang jagten gewalttätige Erfurter die jungen Männer durch die Stadt. Hannes Bohn wurde unfreiwillig in die Pogrome verwickelt. Aus welchem Land kamen die Vertragsarbeiter?
a) Ungarn
b) Vietnam
c) AlgerienIn welchem Erfurter Café traf sich in den siebziger und achtziger Jahren die Erfurter »Szene«? Auch Hannes saß oft dort mit seinen Freunden.
a) im Marktcafé
b) im Café Vilnius
c) im Café Größenwahn1978 kam es in Erfurt beim Pressefest auf der IGA (heute EGA) zu einer Auseinandersetzung zwischen jugendlichen Bluesfans und der Polizei – Hannes steckte mittendrin. Wer sollte auf der IGA spielen?
a) Universum (aus Erfurt)
b) Stefan Diestelmann
c) Jürgen KerthMeisterstück des Fälschers Hannes Bohn ist das »Gothaer Liebespaar«, dessen Original noch heute im herzoglichen Museum auf Schloss Friedenstein in Gotha hängt. Welcher ostdeutsche Maler wurde tatsächlich angefragt, ob er das »Gothaer Liebespaar« kopieren würde?
a) Werner Tübke
b) Willi Sitte
c) Johannes HeisigWelche Figur könnte Hannes Bohn heimlich zum Bauernkriegs-Panoramagemälde in Bad Frankenhausen eingefügt haben?
a) Ritter Runkel (aus dem »Mosaik«)
b) ein Selbstporträt als Ritter Ulrich von Hutten
c) ein Selbstporträt als Till EulenspiegelZusatzfrage
Wer ist der kleine Junge auf dem Cover des »Blender«?Antworten bitte per Mail.
Freischaltung: 05.02.2026, 15:53 / Anke Engelmann in Blender
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Von »Ende« bis Buchladen VI: Das Cover
Verlagsvertrag? Ich hatte Glück. Der Verlag Voland & Quist hat meinen Hannes ins Programm genommen. Doch wie kommt man dahin? Was braucht man dafür? Dazu in Teil sechs alles übers Cover.
Egal, wie der Drops schmeckt: Schön bunt muss er aussehen. Verpackung ist alles! Egal, worum es in einem Buch geht, wie gut oder schlecht es geschrieben ist: Im Buchladen entscheidet das Cover. Farben, Schriftart und Bildsprache sollen einen Sog entwickeln, der die potenziellen Käufer hypnotisiert. Mit zitternder Hand sollen sie in der Fülle der Angebote nach dem »Blender« greifen: Dieses Buch will ich! Dieses Buch erzählt genau meine Geschichte!
Aber wer sind die potenziellen Käufer? Wie schafft man es, dass das Buch auf dem Büchertisch gerade sie so anstrahlt, dass alles andere verblasst? Muss der Grafiker wissen, welche Cover-Styles gerade angesagt sind – und sich dann davon abheben? Mehrere Motive in unterschiedlichen Varianten schlug Thom Balmer von Guerillagrafik vor. Einige stützten sich sehr reduziert nur auf die Schrift (Typo), die meisten arbeiteten mit einem Bildmotiv. Unter seinen Cover-Vorschlägen ein stilisierter und monochrom eingefärbter Ausschnitt wie aus dem Bauernkriegspanorama von Werner Tübke. Im Roman spielt dieses Gemälde – genauer gesagt: seine Entstehung – eine wichtige Rolle.
Dieses Cover favorisierte der Verlag. Mein Lieblingscover sah anders aus. »Ich will dasselbe wie der Verlag: Das Buch soll sich verkaufen«, sagte ich vorsichtig. »Aber ich denke, dieses Cover könnte die Leute in die Irre führen.« Die Schrift: super! Die Farbe? Nicht unbedingt mein Fall, aber egal. Doch das Bildmotiv? Ich hätte mir ein Cover gewünscht, das mehr auf den Helden zielt, sagte ich. Der Grafiker habe das über die Titelschrift umgesetzt, entgegnete Leif. Viel später erst begriff ich, was er meinte: Wie eine Staffage steht die Schrift mitten in der Szene. Eine Theaterkulisse. Raffiniert, eigentlich. Aber uneigentlich zu anspruchsvoll für den kurzen Blick im Buchladen?
An ein Wunder wollte ich nicht glauben, mein Wunder-Guthaben war schließlich längst aufgebraucht. Aber dann …
… wurden die Karten neu gemischt. Max vom Verlag zauberte erste Entwürfe, Bildmotiv: ein kleiner Junge mit Lederhose und Gartenzwerg. Ich war begeistert. Thom Balm lieferte schließlich das neue Cover, wieder in verschiedenen Varianten, wieder in blendenden Farben. Wir entschieden uns für Nummer eins. Diesmal einhellig und ohne Bauchschmerzen. Heureka! Dieses Cover wird bestimmt nicht übersehen!
Verlag Voland & Quist, Berlin
ISBN 978-3-86391-454-7
EUR 24,00 (D)Freischaltung: 03.12.2025, 10:41 / Anke Engelmann in Blender