Poesieblog

  • Worte sind wertvoll

    veröffentlicht von Anke Engelmann am 29.09.2011 in Fundstücke

    Diesen schönen Titel trägt ein Blog, den Augsburger Journalisten eingerichtet haben und der gegen die "Entwertung des Berufsstandes"  vorgehen will.
    Worte sind wertvoll

  • Lieber Herr Papst, …

    veröffentlicht von Anke Engelmann am 22.09.2011 in Politisches · 2 Kommentare

    Der Papst kommt in meine Heimatstadt Erfurt. Happiness und Heiligkeit für elf Millionen Euro.

    ... ein gigantisches Event hast Du da eingerührt. Schlau schlau, das muss ich Dir lassen. Happiness und Heiligkeit für elf Millionen Euro. Willst wohl gar den wilden Osten missionieren? Fühlst Dich schon wie Bonifaz? Die Länder des Südens hat ja Dein Vorgänger abgegrast, da ist nicht mehr viel zu holen. In Thüringen jedoch warten 1,5 Millionen Konfessionslose aufs Massentaufen, dazu noch eine halbe Million Protestanten, potentielle Konvertiten. Ein Bundesland mit 70 Prozent Ungläubigen - da geht noch was. Da ist noch Potenzial. Da klingelt’s im Geldbeutel. Schließlich kommt Euch hierzulande schon seit Jahren die Zielgruppe abhanden. Wenn du Dich da mal nicht verrechnet hast. Die meisten Einheimischen werden wie ich einen großen Bogen um den heiligen Hexenkessel schlagen. Mir ist es nicht geheuer, wenn Schwarmintelligenz das Ruder übernimmt. 74.000 verzückte Gläubige! Gemeinschaft! Urlaub von der Diaspora! Wir sind Papst! Das berauscht, das euphorisiert, das könnte sogar mir die Tränen in die Augen treiben. Gegen den Sog der Masse ist man hilf- und machtlos. Da bleibt man lieber weg. Ohnehin wirst Du mich nicht überzeugen. Mich interessiert nicht, ob Gott existiert, ob als Er oder Sie und was nach meinem Tode passiert. Für mich ist wichtig, woran ich mein Leben ausrichte. Jedenfalls nicht an einem Vaterunser mit Alleinvertretungsanspruch, kontrollierend, frauen- und leibfeindlich, intolerant. Der ein Lebensgefühl vorgibt, das auf Schuldgefühlen basiert und der daraus die Forderung nach Selbstverleugnung ableitet. Auch Deine Amtskirche wirkt auf mich alles andere als anziehend. Verdrängte Sexualität und Macht, eine unheilige Allianz. Missbrauch, Frauenhass, Homophobie. Gottes Werk geschändet. Und wie erklärst Du doch gleich das Verbot von Abtreibung nach einer Vergewaltigung, Verhütung und Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten wie Aids? Oh ja, gute Presse hast Du bitter nötig nach den Skandalen des letzten Jahres, von denen jetzt niemand mehr spricht. Veranstaltest Du deshalb dieses Riesengedöns bei uns? Um die Erinnerung an die Vergewaltigungen und Übergriffe Deiner Priester und Diakone mit Weihrauchschwaden zu vernebeln, mit Euphorie zu übertünchen? Wie kann Gnade so gnadenlos sich zeigen? Wie aus einer wackligen Angelegenheit wie dem Glauben eine Institution wachsen, die so gewaltsam gegen Andersgläubige und Abweichler vorgeht, gegen Juden, Katharer, Moslems, Kulturen in Übersee oder Hexen beiderlei Geschlechts? Und die vor Missbrauch und Gewalt aus den eigenen Reihen die Augen fest zudrückt? Ich weiß, du hast solche Argumente schon oft gehört, genau wie die um den Zölibat und die Frauenpriesterschaft. Dass die Inquisition schon ein paar Jahre her ist, weiß ich auch. Aber hast Du Dich schon mal gefragt, warum das alles immer wieder aufs Tapet gebracht wird? Du bist Dein Amt, Herr Papst. Du repräsentierst 2000 Jahre Kirchengeschichte. Wird Dir davon nicht manchmal warm unter Deinem Prunkgewand? Ich bin kein Kind mehr. Deshalb will ich Deinen Gottvater nicht. Ich finde, bevormundet uns, hält uns klein, unmündig und abhängig. Das lädt ein zum Missbrauch. Wir sind alt genug, erwachsen zu sein, das Patriarchat hat sich längst überlebt, Herr Papst, das Matriarchat übrigens auch, jetzt müssen wir uns aus der Herrschaft der Eltern lösen, der dominatio parentum, und ja, auch Atheisten können Latein. Wir schwirren herum wie aufgescheuchte Fledermäuse und suchen nach dem Sinn. Was, wenn wir ihn uns selbst geben müssen? Es wird Zeit, Verantwortung zu übernehmen für uns und alles, was uns umgibt. Und zuzulassen, dass andere Verantwortung tragen. Nicht, weil uns das jemand vorschreibt, eine Autorität, ein Vater. Sondern weil es gut und vernünftig ist. So einfach ist das. Dieser Brief ist im aktuellen Papstdossier der Zeitschrift Publik-Forum zu finden. Ich verdrücke mich, ganz weit weg: zur Preisverleihung nach Grenz/Randowtal. Auwiehö!
  • Mehr Boulevard bei Spiegel Online

    veröffentlicht von Anke Engelmann am 20.09.2011 in Fundstücke

    Joachim Scharloth, Betreiber des Wissenschaftsblogs "surveillance and security", analysiert Wortschatz, Artikellänge und die Entwicklung der Ressortanteile bei Spiegel Online. Ergebnis: Mehr Boulvard, kürzere Artikel.
    Ressort-Entwicklung
    Wortschatz
  • Was dürfen Leserbriefe?

    veröffentlicht von Anke Engelmann am 12.09.2011 in Fundstücke

    Ramelow-Dissen in der TA: Nach einem Leserbrief, der - ehrlich - unter die Gürttellinie zielte, hat sich der Fraktionsvorsitzende der Linkspartei über die Thüringer Allgemeine (TA) beim Presserat beschwert. TA-Chefredakteur Paul-Josef Raue reagierte mit einer Themenseite. Tenor: Der da will "unsere Zeitung" verklagen. Poesiebüro fragt: Wo hört die Bringpflicht einer Zeitung auf und fängt der Schutz der Persönlichkeit an?
    Leserbrief in der TA
    Kommentar Raue
    Hintergrundartikel von Stefan Wogawa, Linke Apolda-Weimar
    Kommentar von Henryk Goldberg
  • Die Second-Hand-Welt der Literatur

    veröffentlicht von Anke Engelmann am 11.09.2011 in Lesen · 5 Kommentare

    In einer unbezwingbaren Gier stopfte ich Buchstaben und Geschichten in mich hinein, seit ich lesen, seit ich Worte, Sätze, Texte, Bücher erfassen konnte.

    Lesesüchtig. Ich war lange Zeit lesesüchtig. In einer unbezwingbaren Gier stopfte ich Buchstaben und Geschichten in mich hinein, seit ich lesen, seit ich Worte, Sätze, Texte, Bücher erfassen konnte. Weihnachten 1973, in der ersten Klasse, begann ich, mich systematisch durch den Bücherschrank meiner Eltern zu fressen. Denn die winzigen Trompeter-Büchlein, die reich bebilderten Märchenschwarten aus dem Kinderbuchverlag, die mir meine Großmutter schenkte, die kindgerechten Tier- und Bastelbücher, hatte ich schnell durch.

    Es war, als ob ich ein bodenloses Loch stopfen wollte, einen schwarzen Brunnen, einen unstillbaren Heißhunger. Kaum etwas war vor mir sicher, ich schlang alles hinunter: Opernführer, Tolstoi, Brecht, Busch, Couplets der Zwanziger, das Narrenschiff, Mark Twain, Raven, die Brüder Grimm. Wilhelm Busch. Schnell entdeckte ich, was meine Eltern vor mir in der zweiten Reihe zu verbergen suchten: das Decamerone, die tolldreisten Geschichten Balzacs, die Krimis der DIE-Reihe. Ich hatte Alpträume nach der Lektüre von drei Bänden Pfeifferscher Gerichtsberichte und las trotzdem weiter. Ich schmökerte mich durch zwölf dicke Meyer-Lexika und dem Gesundheitslexikon. Ich verschlang vergilbte Reclam-Heftchen und fraß mich, ohne zu stocken, durch in Fraktur geschriebene Reiseromane von Sven von Hedin oder Kurzgeschichten von Karl May.

    Die marxistischen Theoretiker verschmähte ich, ebenso wie die Kriegsbücher meines Vaters - nicht, dass ich es nicht versucht hätte. Doch ich verlor mich lieber in den Abenteuern der Kompass-Reihe, liebte den ungarischen Freiheitskämpfer Kapitän Tenkes. Eine Zeitlang galten all meine Gedanken Nikolai aus „Wie der Stahl gehärtet wurde“ (hieß er wirklich so?), später begehrte ich mit Inbrunst zu sein wie Christoph Columbus. Der musste dem Renaissance-Arzt Andreas Vesal weichen, dessen Gestalt vor dem Indianerjungen Harka verblasste, der mit seinem dem Alkohol verfallenem Vater bei den Weißen lebte, und später seinen Stamm, die Sioux (ich sprach jeden Buchstaben einzeln aus) in die Freiheit nach Kanada führte. Die bunte Welt der Bücher zog mich aus meiner eigenen Realität, die vielleicht schmerzhaft war und unzureichend.

    Meine Mutter förderte meinen Lesedrang. Wenn ich las, war ich von der Hausarbeit befreit. Nur manchmal fand sie, ich müsse mehr Kind sein und scheuchte mich aus meiner Höhle hinunter auf den Hof zu den anderen Kindern. Ich erinnere mich an einsame Gedankenspiele und verträumte Entdeckungsreisen. Ein Kreideklumpen, den ich mit einem Stöckchen aushöhlte, bis er zerbrach - ein diffuser Traum von einer Höhle für die kleine Donald-Duck-Figur aus Plaste, deren blau-gelbe Farben verblasst und abgegriffen waren. Ich verkroch mich im Haselstrauch oder in dem schmalen Gang zwischen den Garagen, wo es nach Urin roch, um meinen Träumen ungestört nachzuhängen. Einmal habe ich die Plastik-Armbanduhr eines Mädchens zerbrochen, die auf dem Nachbarhof spielte. Sie hieß Sabine. Lange habe ich mich nicht auf den Hof getraut, aus Angst, sie könnte Geld von mir fordern.

    Sicherer fühlte ich mich in der Second-Hand-Welt der Literatur. Da konnte nichts kaputt gehen, niemand über mich lachen, etwas fordern von mir. Da lag Futter für meine Phantasien, in denen ich mit übermenschlichen Anstrengungen ganz allein Unmögliches vollbrachte, um am Ende endlich glücklich zu sein, die anderen zu beeindrucken. Mir Glück zu verdienen. Und, wichtig: ich konnte selbst über den Weg dahin bestimmen. Heute frage ich mich: Wen wollte ich beeindrucken?

    Den Bestand der Bibliotheken hatte ich schnell durch. Eine Zeit lang schmökerte ich in Literatur-Lexika und stellte mir lange Leselisten zusammen. So fand ich zu Kobo Abe, Saul Bellow, Max Frisch. Auch wenn ich klamm bei Kasse war - für Bücher reichte das Geld immer. Ich kaufte wahllos alles, was billig war: Reclambücher, die in der DDR zwei bis drei Mark kosteten, Romanzeitungen für 80 Pfennige. Bei teureren Büchern war ich wählerischer, aber nur unwesentlich.

    Mein Verbrauch war hoch: Bis zu zwei Bücher täglich konnte ich wegschmökern, vor den Augen meines Meisters, die Füße auf die Nähmaschine gelegt, bis mir der Hintern weh tat. Meist kaufte ich mein Futter am Zeitungskiosk, der direkt vor der Werkstatt war. Ich entdeckte mittelalterliche Texte, an denen mich das Märchenhafte und die vagen Wortbedeutungen faszinierten. Ich entdeckte die Verrückten, Unangepassten: Flann O'Brien, Kurt Vonnegut, E.T.A. Hoffmann, Lewis Carroll. Ich besorgte mir Werke von Franz Fühmann, Gabriele Wohnmann, Margaret Atwood. Fasziniert von der Romantik, den Gescheiterten durch die Funkessays von Arno Schmidt: Ludwig Tieck, Karl Philipp Moritz, Grabbe, Wezel.

    Die Ring-Trilogie von Tolkien verschlang ich wie eine Phyton. Unwichtiges würgte ich aus. Die drei Bände schaffte ich in nicht einmal zwei Tagen. Ein Loch in der Zeit. Ich schlief nicht, ich aß nicht, ich redete mit niemandem. Während ich las, rauchte ich, bis mir schlecht wurde. Gönnte mir kaum Zeit, einen Kaffee zu kochen. Weiter! Weiter! Ich erinnere mich an die Enttäuschung, als ich das letzte Buch schloss. Mein Nacken schmerzte, ich war müde. Am liebsten hätte ich gleich noch einmal von vorne angefangen. Später las ich nur noch Krimis, Geschichten mit einem Hauch Kitsch, in denen ein bitteres Geheimnis gelöst wird und die Welt wieder ins richtige Lot kommt.

    Inzwischen hatte ich eine beachtliche Menge an Büchern angesammelt, ich fand, dass nichts ein Zimmer besser schmücke als eine Bücherwand. Ich hatte sie alle gelesen, konnte nicht eines davon weggeben. Mehr als 300 Krimis hatte ich angehäuft, als ich die Sammlung auflöste und an einen Krimiladen verkaufte. Die Krimi-Zeit war vorbei. Mein Appetit hatte sich verändert. Ich gierte nach Ratgeber-Büchern.

    Bis dahin hatte ich um die Regale mit der Lebenshilfe-Lektüre einen Bogen gemacht. Ich fand, dass solche Literatur Betrug sei, zu subjektiv, fehlbar, gefährlich. „Du-Bücher“, voll seifiger Lebensweisheiten und Ratschlägen von Sekten-Gurus. Die einen verletzlich machten, mit Gefühlen manipulierten. Dann hatte ich plötzlich ein unscheinbares Taschenbuch mit den Lebensgeschichten erwachsener Alkoholiker-Kinder in der Hand. Ich wusste sofort - ich musste es kaufen. Das Buch gehörte zu mir. Es würde mein Leben verändern. Verschämt legte ich es mit der Titelseite nach unten auf den Kassentisch. Die Verkäuferin lächelte wissend, wie mir schien. Ich blieb cool, wand mich innerlich vor Verlegenheit. Rechtfertigte mich in Gedanken, dass ich es verschenken wolle. Es nicht für mich sei.

    Es war für mich. Kein „Du-Buch“. Es spuckte keine Ratschläge aus, sondern schilderte meine Erfahrungen, aus dem Erleben fremder Menschen. Ich fand mich eins zu eins in deren Realität. War gebannt. Weinte. Die Tränen flossen einfach aus mir heraus, ohne dass ich schmerzhaft schluchzen musste. Als ich diese Geschichten las, kam etwas ins Fließen. Stürzte ein. Was für eine Erleichterung. Ich musste nicht kämpfen. Ich begriff, welch unlösbaren Aufgaben ich mir gestellt hatte. Ich trauerte um diese Verschwendung. Nicht meine Schuld. Nichts hätte ich tun können.

    Ratgeberbücher gehören zu den Vergewisserungsmitteln, den Spiegeln. Sie zeigen, was ich empfinden soll. Sie bieten Anhaltspunkte, Wegmarken für die Suche nach dem Ich. Die Frau, die zu sehr liebt, bin ich. Ich kenne die Verletzungen auf den vier Ebenen der Kommunikation. Ich entdecke eine, meine, ganz spezielle Grundform der Angst. Ratgeberbücher sind ein Koordinatensystem, wenn ich weiß, wonach ich suchen muss. Und das Wissen, nicht die Einzige zu sein, entlastet und entspannt. Kein angeborener Charakterfehler, wenn ich mich in der Welt fremd fühle. Auch andere sind unglücklich und einsam. Ich bin nicht schlecht. Und wenn jemand mich in meiner Einzigartigkeit verletzt und kränkt, ist das nicht meine Schuld, sondern ein Angriff, gegen den ich mich zur Wehr setzen muss. Verdammt noch mal!

    Ich habe lange gebraucht, bis ich an mir das annehmen konnte, was vom Durchschnitt abweicht, was verhindert, dass ich unsichtbar bin, dass mich die anderen immer toll finden. Die Unwucht, das Unrunde. Die Ecken, die hervorstehen, an denen ich immer anstoße. Sie abzuschleifen ist ein Akt der Selbstverstümmelung, die Nägel schneiden und dabei die Fingerkuppen gleich mit, Millimeter für Millimeter. Im Dauerschmerz schwindet die Beweglichkeit und die Fähigkeit, beherzt zuzupacken.

    Das Lesen hat den Schmerz der Anpassung gelindert. Als ich so viele fremde Leben lebte, war mein eigenes undeutlich. Was die Gegenwart mir schenkte, war nur ein Vorgeschmack auf das Paradies und ich – immer schon einen Schritt weiter, immer in Eile - zur Unzufriedenheit verdammt. War das wirklich alles? Ich lese wieder, doch nur noch selten. Kann nicht mehr schlingen. Zu viel, zu grausam, zu zynisch. Zu arrogant, zu viel Distanz, zu wenig achtsam. Jede Welt zwischen zwei Buchdeckeln ergreift mich unmittelbar, schmeckt, riecht, lärmt. Färbt mein Erleben, meinen Alltag. Manchmal kommen mir die Tränen. Vieles bedrückt mich. Ich spüre. Wie anstrengend. Das ist. Das Lesen. Das Leben.

  • Grammatik des Gesprächs

    veröffentlicht von Anke Engelmann am 31.08.2011 in Fundstücke

    Auch Gespräche folgen Regeln, haben Linguisten herausgefunden:
    Grammatik des Gesprächs
    Kann ich nur bestätigen. Jemand der zu lange Pausen macht, verliert schnell die Aufmerksamkeit seiner Gesprächspartner.
  • Blogzentrale gegen Zeitungsgruppe

    veröffentlicht von Anke Engelmann am 24.08.2011 in Fundstücke

    Die Zeitungsgruppe Thüringen (ZGT) schickt der Thüringer Blogzentrale einen Anwalt auf den Hals. Die Blogger hatten bezweifelt, dass die Zahl der Leser tatsächlich um 20.000 gestiegen ist, wie Daten der Medien-Analyse ergeben haben. Zur ZGT gehören Thüringer Allgemeine (TA), Thüringische Landeszeitung (TLZ) und die  Ostthüringische Zeitung OTZ. Erst kürzlich hat die ZGT ihr Konzept geändert und dafür den Chefredakteur Sergej Lochthofen entlassen.
  • C wie ...

    veröffentlicht von Anke Engelmann am 04.08.2011 in Fundstücke

    Rechtschreibschwäche. Die beweist die CDU in Mecklenburg-Vorpommern mit ihrer reichlich verschwurbelten aktuellen Wahlkampagne:
    C wie Zukunft

  • Herzlichen Glückwunsch, Herr Duden!

    veröffentlicht von Anke Engelmann am 01.08.2011 in Fundstücke

    Heute wäre Konrad Duden 100 Jahre alt geworden. Seinen Bestseller hat der Vater der deutschen Rechtschreibung 1880 verfasst. Damals enthielt der Duden 27.000 Stichworte, heute sind es 135.000.
    Konrad Duden

  • Wenn es regnet ...

    veröffentlicht von Anke Engelmann am 22.07.2011 in Gefunden

    ... nässen die Bäume, wenn es windig ist, wiegen sie sich.

    kommentierte Notker, ein Mönch aus dem Alemannischen, der im 11. Jahrhundert lebte. Ganz genau tat er das mit diesen Worten:

    Sôz régenôt só názzent tî bôuma, Sô íz uuât só uuágôt íz

    So sprach man damals. Die komischen Zeichen hat Notker eingeführt. Sie dienen der Kennzeichnung von Längen und Betonung. Und ich vermute, die Satzzeichen sind nicht original.

  • McLuhan

    veröffentlicht von Anke Engelmann am 22.07.2011 in Fundstücke

    Wer war der Erfinder der "Gutenberg-Galaxis"? Biografische Daten zum 100. Geburtstag des Medienkritikers Marshall McLuhan am 21. Juli.
  • Neues Datenformat wird Lesegewohnheiten verändern

    veröffentlicht von Anke Engelmann am 21.07.2011 in Fundstücke

    Mit seinem neuen interaktiven Format CDF will der Mathematiker Conrad Wolfram von der Softwarefirma Wolfram Research die Datenpräsentation für den Computer revolutionieren: weg vom linearen und "eindimensionalen" Format, wie wir es vom Papier kennen. Das Poesiebüro meint: Das musste ja so kommen. Irgendwann. Und blickt mit Wehmut auf Lineares und Eindimensionales
    CDF

  • Die Gutenberg-Galaxis ist längst passé ...

    veröffentlicht von Anke Engelmann am 18.07.2011 in Fundstücke

    ... meint Frank Schirrmacher in der FAZ. Über den Artikel kann man lange nachdenken, meint das Posiebüro.

    Und Spiegel Online haut auch in diese Kerbe. Muss wohl das Sommerloch sein.
  • Verdauung und Verdauerung

    veröffentlicht von Anke Engelmann am 14.07.2011 in Gutes Deutsch, Poesie-Debatte · 2 Kommentare

    Schreiben ist Verdauung und Verdauerung. Wer schreibt bleibt. Wer nicht schreibt, auch. Aber nicht so lange.

    Der Prozess der Verschriftlichung von Gedanken und Absichten, die Objektivierung der eigenen Erfahrungen ist ein Durcharbeiten, eine Gärung. Die LeserInnen bekommen nur das Ergebnis zu sehen, den Prozess können sie oft nicht nachvollziehen, ja, er ist ihnen meist nicht einmal bewusst.

    Leseempfehlung: Johannes Berning. Schreiben als Wahrnehmungs- und Denkhilfe

  • Älteste altsüdarabische Schriftzeichen entziffert

    veröffentlicht von Anke Engelmann am 12.07.2011 in Fundstücke

    Frühe altsüdarabische Schriftzeugnisse auf 400 beschrifteten Holzstäbchen haben Forscher der Universität Jena entziffert. Sie enthalten Altagsschriftgut wie Briefe, Verträge, Urkunden, Etiketten von Warenlieferungen und Orakelsprüche. Auch Schreibübungen sollen darunter sein, so die Forscher. Die Stäbe stammen aus dem 2. Jahrtausend vor Christus. Damit könne die Entstehung der Schrift dieser Region zwei Jahrhunderte früher datiert werden als bisher angenommen, so die Wissenschaftler.
    Schriftgeschichte
    Artikel Schriftgeschichte in Spiegel Online

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